Tarifvertrag im einzelhandel bayern

Nicht freiwillige Teilzeitarbeit ist auch in Schweden ein wichtiges Thema, wo die Sozialpartner an einem Projekt zur Verringerung des Umfangs dieser Arbeit im Einzelhandel sowie in anderen Sektoren zusammenarbeiten. In den meisten Ländern ist jedoch allgemein zu sehen, dass Teilzeitarbeit – wie auch andere Formen der “atypischen” Arbeit, wie z. B. Leiharbeit, ein wichtiges Thema für die politische Debatte und den sozialen Dialog auf nationaler Ebene sein kann, aber nicht speziell im Einzelhandel. Die ständigen Angriffe auf den Sonntag als Ruhetag im Einzelhandel sind die Folge eines sinnlosen, gegenseitig destruktiven Wettbewerbs, vor allem unter multinationalen Einzelhandelskonzernen. Hier geht es nicht um die Interessen und Bedürfnisse der Verbraucher und schon gar nicht um die Interessen und Bedürfnisse der Beschäftigten im Einzelhandel. Dies ist ein Kampf um Marktanteile und Marktmacht. Dieser Machtkampf zerstört nicht nur die europäischen Einzelhandelsstrukturen und den lokalen Zugang zum Einkaufen; sie steht auch zunehmend im Widerspruch zu den Traditionen und Identitäten der einzelnen Mitgliedstaaten und ihren Gesetzen. Es besteht kein wesentliches soziales Bedürfnis, dass Die Geschäfte sonntags öffnen.

Darüber hinaus spiegeln die Angaben über die Deckung nicht immer korrekt den tatsächlichen Einfluss von Tarifverträgen auf die Festlegung der Beschäftigungsbedingungen wider. In einigen Ländern, wie Deutschland und Schweden, halten sich einige unorganisierte Unternehmen in der Praxis mehr oder weniger an Tarifverträge, zumindest in wesentlichen Fragen wie der Entlohnung, auch wenn diese für sie möglicherweise nicht bindend sind. In anderen Fällen ist das Gegenteil der Fall, und was im verbindlichen Tarifvertrag feststeht, hat in einigen Unternehmen kaum reale Auswirkungen. Angesichts des intensiven Prozesses der Rationalisierung und Konzentration der Unternehmen, der derzeit im Gange ist, nehmen viele dieser traditionellen Merkmale neue Bedeutungen an. Der kleine Einzelhandel ist in keiner Weise mehr gleichbedeutend mit dem traditionellen kleinen Familienunternehmen. Eine wachsende Zahl von Kleinst- und Kleinunternehmen gehört zu den Netzwerken großer Handelsketten. Der Druck großer Einzelhändler, die Ladenöffnungszeiten zu deregulieren, begünstigt die Verbreitung unsozialer Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit, um atypische Zeitfenster oder Wochenenden abzudecken.

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